Menschen in der VHS: Dr. Brigitte Oels


Je mehr Mitglieder wir haben, desto mehr können wir spenden.

VHS: Montag und Mittwoch Theaterensemble, Dienstag und Mittwoch Literaturkurse, Mittwoch und Donnerstag Lesekreise. Die VHS-Kurse bestimmen Ihren Wochenrhythmus.
Brigitte Oels: Stimmt, ich bin oft hier. Und wenn eine Aufführung mit dem Ensemble naht noch öfter.

VHS: Aber heute sind Sie nur zum Interview hier. Wir wollen über die Freunde der VHS sprechen. Dem Verein sitzen Sie vor.
BO: Ja, von Anfang an. Wir haben uns 2001 gegründet und sind ein klassischer Förderverein, der die VHS ideell und finanziell unterstützt.

VHS: Was heißt das?
BO: Damals waren die Kassen der Kommunen leer und es wurde nach Sparmöglichkeiten gesucht. Klar, dass da mancher schnell auf die Bildung und Kultur kommt. Bei der VHS stand das Gebäude auf der Kippe, sie konnte damals Partner brauchen, die sich gegen diese Pläne gestellt haben.

VHS: Und das hat der Verein gemacht?
BO: Ja, mit Erfolg. Die VHS konnte ihr Haus behalten. Übrigens hatten damals praktisch alle Kultureinrichtungen mit Sparzwängen zu tun. Zusammen mit den Bücherfreunden, den Freunden des Schlosses, des Museums und weiteren Vereinen sind wir geschlossen aufgetreten. Dass wir etwas erreicht haben und politisch gehört wurden, ist schon eine tolle Erfahrung.

VHS: Lassen Sie uns bei der VHS bleiben und auf die Gegenwart kommen.
BO: Gerne.

VHS: Was macht der Verein heute?
BO: Entsprechend unserer Satzung bemühen wir uns, in der Öffentlichkeit und gegenüber Politik und Verwaltung dafür einzutreten, dass die VHS gut ausgestattet arbeiten kann. Ferner fördern wir die VHS-Arbeit mit Geld. Wir haben TV-Geräte angeschafft, Beamer gekauft, Laptops besorgt und Verdunklungsvorhänge anfertigen lassen.

VHS: Alles Dinge, die auch auf dem normalen Weg über den Haushalt angeschafft werden könnten.
BO: Schon. Aber manchmal dauern Verwaltungswege einfach lange. Nicht aus böser Absicht, sondern einfach, weil es so ist. Dann kann der Verein einspringen…

VHS: … und verbessert die Ausstattung oder kauft Unterrichtsmaterialien.
BO: Nicht nur. Wir haben auch schon Prüfungsgebühren für Teilnehmende finanziert, Kurse oder Veranstaltungen gefördert. Aber es ist schon richtig, das meiste sind Ausstattung oder Material, Bücher für Alphabetisierungskurse zum Beispiel oder Bilderrahmen für eine Ausstellung. Es hängt auch davon ab, wer bei uns nach Unterstützung nachfragt.

VHS: Klingt, als ob Sie eine nie versiegende Geldquelle gefunden haben.
BO: Das wohl nicht. Unsere Mitglieder zahlen pro Jahr 20,00 EUR. Davon fließt (praktisch) alles in die VHS. Je mehr Mitglieder wir haben, desto mehr können wir spenden.

VHS: Was haben Ihre Mitglieder davon, im Verein zu sein? Und wie kann man Mitglied werden?
BO: Im Verein sind Menschen, die es wichtig finden, dass es eine VHS in Reinbek gibt. Mit einem kleinen Jahresbeitrag ermöglichen sie die Weiterbildung vieler. Einen persönlichen Vorteil suchen unsere Mitglieder in der Regel nicht. Ach so, Mitglied werden geht schnell. Einfach an boels@gmx.li mailen, mich anrufen oder einen Antrag ausfüllen. Die gibt es in der VHS.

VHS: Frau Oels, vielen Dank für das Gespräch.

Alle Informationen zum Freundeskreis der Volkshochschulen finden Sie auch hier.


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